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Exklusive Interviews zum Rückbau von Kernkraftwerken

Patrick Wilson berichtet über das Risikomanagement im Rückbau von Kernkraftwerken

Sobald die endgültige Brennelemententnahme durchgeführt wurde, ist ein erheblicher Teil des Risikos von über 90 Prozent minimiert. Man könnte sagen „Nun, es ist kein Problem mehr den weiteren Rückbau des Kernkraftwerkes zu gestalten.“ – Allerdings ändern sich die Risiken. Während des Rückbaus beginnt man in Systeme einzudringen, Strukturen abzubauen, was zu zusätzlichen radioaktiven Abfällen führen wird. Zudem werden die zuvor geschlossenen Systeme und Materialien offengelegt.

In Deutschland ist man im Rückbau von Kernkraftwerken ein gutes Stück weiter als zum Beispiel im Vereinigten Königreich. Daher fragen wir uns, wie wir dieses Wissen und die Erfahrung nutzen können und z.B. in Bezug auf das Abfallmanagement nach England übertragen.

Die bestehenden Systeme und Prozesse haben es uns ermöglicht, einige Sondierungensarbeiten durchzuführen, um so herauszufinden, wie der Status der Anlage und des radiologischen Inventars ist. Mit diesem sehr strukturierten, kontrollierten und schrittweise ablaufenden Prozess können wir Sicherheitsbewertungen abgeben, die wegweisend für die nächsten Schritte sind.

Michael Kruse berichtet zu Partnerschaften in der kerntechnischen Branche

Wenn wir uns die Entwicklung in den einzelnen Ländern weltweit verteilt anschauen, sehen wir, dass es rund 90 Leistungsreaktoren gibt, die in dem kommenden 10 Jahren stillgelegt werden. Die Situatuon ist derart, dass der Großteil der Kernkraftwerke, die vom Netz gehen und zurückgebaut werden, zunächst in West- und Nordeuropa zu finden sind. Dazu gehören vor allem Länder wie Deutschland, Belgien und Schweden, sowie auch Großbritannien. Darüberhinausgehend wird sich der Markt in den kommenden Jahren stärker in Richtung Nordamerika und den asiatischen Länder entwicklen, wozu dann auch Japan und perspektivisch auch Korea gehören.

Partnerschaften ist ein wichtiges Thema: In den vergangenen Jahren wurden verschiedenste Unternehmenspartnerschaften etabliert und teilweise auch Joint Ventures gegründet. Ein bekanntes Beispiel ist der Zusammenschluss von HOLTEC und ATKINS, die ebenfalls ein Joint Venture gegründet haben, um im Rückbaumarkt gemeinsam tätig zu werden. Darüber hinaus haben Unternehmen, die sehr stark in den Rückbaugewerken tätig sind, sich in den vergangenen Jahren zusammengetan, um ihr Leistungsspektrum zu erweitern. Auf die Vor- und Nachteile wird im Beitrag von Herrn Kruse eingegangen.

Alexander Waag berichtet über die Projektplanung bei der Stilllegung von Kernkraftwerken

Wenn man vor allem neue Firmen in den Rückbau von Kernkraftwerken einbindet, gilt es vor allem folgendes Verständnis zu etablieren: Rückbau ist nicht Abbruch. Eine kerntechnische Anlage hat ihre Spezifika, wobei das Projekt in zahlreiche Unterprojekte aufgeteilt wird. Das heißt, wir haben lange Projektlaufzeiten, von teilweise über 20 Jahren.

Vor dem Rückbau kommt der Aufbau, wodurch neue Vibrationsdämpfer, Versteifungsrahmen, komplett neue Lüftungsanlage, Abschirmungen, Transportwege, Schleusen und Lagerplätze errichtet werden müssen. Hinzu kommen statisch und geotechnische Prüfungen, sowie zusätzliche Raumtrennung unter einhaltung der Strahlenschutzanforderungen. Bei manchen Kunden muss die Rückbauabteilung zunächst etwa ein Jahr lang mit über 80 Prozent der eingesetzten Kapazitäten mit dem Aufbau neuer Strukturen verbingen.

Unser Ziel ist es die Nachhaltigkeit beim Rückbau zu gewährleisten, weil der Faktor Arbeitssicherheit und Schutz der Menschen sowie der kerntechnischen Anlage oberste Priorität hat.

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Mehr Informationen erhalten Sie auf unserer Online-Veranstaltung DECON vom 16. bis zum 19. November.

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